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5G Inhouse: zuverlässiger Mobilfunk im Gebäude

Guter Empfang vor dem Gebäude bedeutet nicht automatisch guten Empfang darin. Entscheidend ist, ob öffentliche Mobilfunknutzer oder definierte Unternehmensgeräte versorgt werden sollen.

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Kurzantwort

Für normalen Mobilfunkempfang im Gebäude braucht es eine Lösung im öffentlichen Netz des jeweiligen Anbieters. Für eigene Geräte und Prozesse kann ein privates 5G-Netz sinnvoll sein. Beides beginnt mit Anforderungen und Messungen. Ein DAS verteilt Funksignale im Gebäude; ein Repeater ist nur eine mögliche, vom Mobilfunkanbieter verantwortete Signalquelle. Private 5G ist kein automatischer Ersatz für den Empfang normaler Smartphones.

Stahlbeton, beschichtete Fenster und Untergeschosse können Mobilfunksignale stark dämpfen. Auch wenn draussen 5G angezeigt wird, können Telefonie und Daten im Innern ausfallen. Vor der Technikentscheidung müssen Nutzer, Geräte, betroffene Zonen und Netzbetreiber geklärt werden.

Die entscheidende Frage: Wer muss erreichbar sein?

BedarfPassender Prüfpfad
Mitarbeitende, Besucher und Kunden sollen mit ihren normalen Mobilfunkverträgen erreichbar sein.Öffentliche 4G/5G-Inhouseversorgung mit Einbindung der betroffenen Mobilfunkanbieter.
Eigene Scanner, Fahrzeuge, Maschinen oder Sensoren brauchen ein kontrolliertes Datennetz.Private 5G, WLAN oder ein Hybridkonzept prüfen.
Beides ist erforderlich.Öffentliche Versorgung und privates Netz getrennt planen und aufeinander abstimmen.

Öffentliches 4G/5G im Gebäude

Eine Inhouseanlage bringt die Versorgung des öffentlichen Mobilfunknetzes in Innenräume. Je nach Gebäude und Betreiber kommen verteilte Antennen (DAS), Small Cells oder eine andere betreiberseitig geplante Zuführung infrage. Ein DAS beschreibt die Verteilung im Gebäude, nicht automatisch die Quelle des Signals. Repeater im öffentlichen Mobilfunknetz dürfen in der Schweiz durch den Betreiber oder ein von ihm beauftragtes Unternehmen in Betrieb genommen und betrieben werden. Die konkrete Eignung hängt von Aussenempfang, Kapazität, Frequenzen und Betreiberkonzept ab.

Ein eigenes Netz für definierte Geräte

Private 5G adressiert Unternehmensgeräte und -prozesse, nicht automatisch alle öffentlichen Mobilfunkkunden. Es kann dediziert oder in ein Betreibernetz integriert sein; Core, Datenverarbeitung und Betrieb sind je nach Modell lokal, zentral oder kombiniert. Für ein eigenständiges lokales Non-Public Network stehen in der Schweiz konzessionierbare Frequenzen zur Verfügung. Ob das wirtschaftlich und technisch sinnvoll ist, hängt vom konkreten Anwendungsfall ab.

Von der Messung zum Konzept

  1. Nutzer, Geräte, Telefonie, Daten und kritische Prozesse erfassen.
  2. Betroffene Stockwerke, Tiefgaragen und Aussenübergänge mit den relevanten Netzen messen.
  3. Öffentliche Versorgung, WLAN und privates 5G anhand der Anforderungen vergleichen.
  4. Providerauftrag, Frequenzen, bauliche Vorgaben, Betrieb und Wartung klären.
  5. Konzept umsetzen und die Versorgung mit Abnahmemessungen prüfen.

FAQ

Warum funktioniert 5G draussen, aber drinnen nicht?

Baumaterialien, Fenster, Untergeschosse und die Lage im Gebäude dämpfen das Funksignal. Die Ursache sollte vor Ort gemessen werden.

Erhalten Gäste mit Private 5G automatisch Empfang?

Nein. Private 5G richtet sich an dafür zugelassene Geräte und SIMs; öffentlicher Mobilfunk muss separat geplant werden.

Ist ein DAS dasselbe wie ein Repeater?

Nein. Ein DAS verteilt Signale über Antennen. Ein Repeater kann eine Signalquelle sein, ist aber nicht Voraussetzung für jedes DAS.

Kann Motcom einen Mobilfunk-Repeater einsetzen?

Motcom arbeitet bei Mobilfunk-Inhouseprojekten im Rahmen von Provideraufträgen. Ob ein Repeater in einem konkreten Netz eingesetzt wird, entscheidet das abgestimmte Betreiberkonzept.

Quellen und Aktualität

Stand: 28.09.2026. Technische und regulatorische Angaben müssen bei konkreten Projekten mit aktuellen Herstellerdaten, Normen, Frequenzvorgaben und Locationbedingungen abgeglichen werden.

Beratung

Mobilfunkversorgung im Gebäude klären?

Motcom unterstützt bei Funkmessung, Inhouseplanung und der Abstimmung mit den beteiligten Netzbetreibern. Die passende Lösung ergibt sich aus Gebäude und Anforderungen.