Kurzantwort
Ein DMR Repeater empfängt ein Funksignal auf einer Frequenz und sendet es auf einer zweiten Frequenz wieder aus. Dadurch können grössere Areale, Gebäude oder schwierige Gelände versorgt werden. Bei DMR Tier II stehen typischerweise zwei Zeitschlitze zur Verfügung, wodurch zwei getrennte Kommunikationspfade auf einem Kanalpaar möglich sind. Planung, Standort, Antenne, Duplexer, Stromversorgung und Frequenzzuteilung sind entscheidend.
DMR Repeater sind ein zentraler Baustein vieler professioneller Betriebsfunknetze. Sie lösen aber nicht jedes Reichweitenproblem automatisch.
Wie ein DMR Repeater arbeitet
| Element | Aufgabe |
|---|---|
| Empfangsfrequenz | Nimmt Signale der Funkgeräte auf. |
| Sendefrequenz | Sendet das Signal mit besserem Standort wieder aus. |
| Duplexer | Trennt Senden und Empfangen an einer Antenne. |
| Zeitschlitze | Ermöglichen bei DMR zwei logische Pfade. |
| Antenne | Bestimmt die reale Funkabdeckung wesentlich mit. |
Was geplant werden muss
- Frequenzen und Konzession.
- Repeaterstandort, Antennenhöhe und Blitzschutz.
- Duplexer, Filter, Kabelverluste und Stromversorgung.
- Rufgruppen, Zeitschlitze und Notruflogik.
- Messung, Dokumentation und Wartung.
Typische Fehler
Der Repeater wird an einem ungünstigen Standort installiert, ohne Messung und ohne sauber abgestimmte Antennenanlage. Ebenso kritisch sind falsche Duplexer, hohe Kabelverluste und unklare Zeitschlitzbelegung.
FAQ
Wann braucht man einen DMR Repeater?
Wenn Direktfunk die nötige Reichweite oder Gebäudedurchdringung nicht zuverlässig erreicht.
Warum hat DMR zwei Zeitschlitze?
DMR nutzt TDMA. Dadurch können auf einem Kanalpaar zwei logische Sprach- oder Datenpfade entstehen.
Kann ein Repeater Funklöcher immer lösen?
Nein. Standort, Antennen, Gebäudestruktur und Störungen müssen passen.
Braucht ein Repeater eine Bewilligung?
Für professionellen Betriebsfunk in der Schweiz muss die Frequenznutzung sauber abgeklärt sein.
Quellen und Aktualität
Diese Seite wurde am 06.07.2026 erstellt. Technische und regulatorische Angaben müssen bei konkreten Projekten mit aktuellen Herstellerdaten, Normen, Frequenzvorgaben und Standortbedingungen abgeglichen werden.
