Kurzantwort
Ein Strahlerkabel, auch Leaky Feeder genannt, ist ein spezielles Koaxialkabel, das Funkenergie kontrolliert entlang seiner Länge abstrahlt und empfängt. Es wird eingesetzt, wenn normale Antennen eine lange, unterirdische oder verwinkelte Struktur nicht gleichmässig versorgen. Typische Anwendungen sind Tunnel, Tiefgaragen, Bergwerke, Industrieanlagen, lange Korridore und technische Gebäude.
Strahlerkabel wirken wie eine langgezogene Antenne. Dadurch kann Funkversorgung entlang schwieriger Strecken gleichmässiger aufgebaut werden.
Wie funktioniert ein Strahlerkabel?
Das Kabel besitzt definierte Abstrahleigenschaften. Es transportiert das Funksignal und koppelt es entlang der Strecke kontrolliert aus. Gleichzeitig kann es Signale von Funkgeräten entlang der Strecke aufnehmen.
Typische Einsatzorte
- Strassentunnel und Bahntunnel.
- Tiefgaragen und Untergeschosse.
- Lange Korridore und Technikgänge.
- Industrieanlagen mit viel Beton und Metall.
- Gebäude mit schwieriger Antennenplatzierung.
Was bei der Planung zählt
| Thema | Warum wichtig? |
|---|---|
| Kabellänge | Verlust und Abstrahlung müssen berechnet werden. |
| Frequenzband | Das Kabel muss zum System passen. |
| Einspeisung | Repeater, Koppler und Pegel müssen stimmen. |
| Brandschutz | Kabelwege und Materialien sind relevant. |
| Messung | Nur Messung zeigt die reale Versorgung. |
FAQ
Ist ein Strahlerkabel eine Antenne?
Es wirkt funktional wie eine verteilte Antenne entlang einer Strecke.
Wann braucht man Strahlerkabel?
Vor allem bei Tunneln, Tiefgaragen, langen Gängen und schwierigen Innenbereichen.
Kann man Strahlerkabel einfach verlegen?
Nein. Frequenz, Dämpfung, Einspeisung, Brandschutz und Messung müssen geplant werden.
Ist Strahlerkabel besser als einzelne Antennen?
Nicht immer. Es ist stark bei langen oder unterirdischen Strukturen, aber nicht für jede Gebäudesituation nötig.
Quellen und Aktualität
Diese Seite wurde am 06.07.2026 erstellt. Technische und regulatorische Angaben müssen bei konkreten Projekten mit aktuellen Herstellerdaten, Normen, Frequenzvorgaben und Standortbedingungen abgeglichen werden.
